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Römermuseum: Herkules-Keule

02.09.2016
Löwenfell und Keule des Herkules im Römermuseum zu sehen

Hercules-Statue_1.JPG

Das Römermuseum hat eine neue Attraktion. Seit vier Wochen sind dort wieder die Attribute Löwenfell und Keule einer Statue des Herkules zu sehen.

Archäologe Alexander Reis (links) und Bürgermeister Dietmar Fieger präsentierten im Museum die neue Attrak-tion. (Foto 1)

Das Löwenfell ist das Sandsteinstück, das rechts vom Sockel der Herkulesstatue hinauf-ragt. Darauf ist die Löwenschnauze angedeutet. (Foto 2)

Die Fragmente der Statue fand Alexander Reis im Depot der Museen der Stadt Aschaffenburg.

Sie kamen im Zuge der modernen Inventarisierung der Bestände des Römermuseums ans Licht. Sechs Inventarisierungshelfer leisteten dabei rund 900 bis 1000 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Zusammen mit einer Auswahl von rund 500 Objekten des Römermuseums kann die Weihinschrift an Herkules im neuen virtuellen Museumsdepot über die Homepage der Stadt Obernburg betrachtet werden.

Herkules Statue

Die Sandsteinbruchstücke kamen wohl in den 30er Jahren zum Fotografieren nach Aschaffenburg oder Frankfurt. Gefunden wurde der Stein 1877 am Waldrand zwischen Wörth und Obernburg. Auf dem 38 Zentimeter breiten, 14 Zentimeter hohen und 30 Zen-timeter dicken Sockel stand eine Statue des Herkules, die leider nicht erhalten ist. Die Inschrift auf dem Sockel lautet „Herculi Maliator(i) und besagt, dass das Standbild dem hammerschwingenden Herkules geweiht ist. Es ist unzweifelhaft, dass hier der Herkules der Steinbrüche und der Bergwerke vorliegt, welcher unter dem Beinamen „Saxanus“ vorzugweise im Brohltal und seinen Tuffsteinbrüchen bei Andernach verehrt wurde. Die Steinbrüche bei Obernburg bestehen dagegen aus gewöhnlichem roten Sandstein, wie auch das Denkmal.

Fotos, Text:
Stadt Obernburg



Siehe auch: http://www.roemermuseum-obernburg.de

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