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Sanierung des SCHWESTERNGRABES

02.08.2016
Team um Bürgermeister a.D. Wendelin Imhof saniert das "Schwesterngrab" im Friedhof Obernburg

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Sanierung des SCHWESTERNGRABES
Von 1851 bis 1993 wirkten die „Armen Schulschwestern“ aus dem Orden „Unserer Lieben Frau“ in Obernburg. Am 4. November 1851 trafen 2 Schul- und 1 Handarbeitslehrerin/nen in unserer Stadt ein. Obernburg war damit die erste Stadt in Unterfranken, die ihre Schüler den Lehrerinnen dieses Ordens anvertraut hat. Der Schulbetrieb fand damals bis zum Jahre 1878 noch in dem ehemals städtischem Gebäude Römerstraße 53 (heute Textilhaus Reichert) statt. Ab dem 18. Juni 1878 übernahmen die Schwestern dann auch die Betreuung der Kinder in der „Kinderbewahranstalt“.
Während des 2. Weltkrieges wurde die Tätigkeit der Schwestern in Obernburg sehr eingeschränkt. Ein Beleg für die herzliche Verbundenheit zwischen Schwestern und Bevölkerung war, dass nachdem die Schwestern von 1938 – 1945 ihrer Wohnung enteignet und sie vom Schuldienst suspendiert worden waren, die Loyalität in der Bevölkerung so ausgeprägt war, dass ihnen Obhut im ehemaligen Postgebäude in der Frühlingstraße und Arbeit in Form von Messner- und Organistendienste zuteil wurden. Insbesondere die Obernburger Bevölkerung unterstützte die „arbeitslosen“ Schwestern tatkräftig, um die 7-jährige „Auszeit“ zu überbrücken.
Für das segensreiche Wirken bis ins Jahr 1993 bedankt sich die Stadt Obernburg mit ihren Bürgerinnen und Bürgern sehr herzlich bei den „Armen Schulschwestern“.
Auf Initiative von zahlreichen Bürgern, vertreten durch Bürgermeister a.D. Wendelin Imhof, wurde das „Schwesterngrab“ unter seiner Federführung umfangreich saniert. Die Grabstätte der hier beigesetzten „Schulschwestern“ wurde liebevoll von den Firmen Gradwohl aus Mömlingen und Klaus Fischer aus Obernburg, sowie Mitarbeitern des städtischen Bauhofes, zu einer Erinnerungsstätte in dankbarer Anerkennung umgestaltet.
Die Kosten teilen sich der Heimat- und Verkehrsverein Obernburg, der Verein „St. Anna Kapelle“, die CSU Obernburg, die Stadt Obernburg sowie diverse Spender.
Ein besonderer Dank gilt dem Initiator Bürgermeister a.D. Wendelin Imhof sowie Frau Hennrich für die jahrelange Pflege des Schwesterngrabes.

Kategorien: Pressemitteilung Stadt Obernburg, Kultur & Geschichte